Kleine Farbvererbungslehre für Australian Shepherd Freunde
 

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Immer wieder werden wir gefragt, wieso aus zwei Schwarzen Australian Shepherds ein roter Welpe entstehen kann. Wir möchten versuchen, auf dieser Seite das Genverhalten für die Farbe und für die Merles in kurzen Worten zu erklären. Natürlich erheben wir damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Vererbungsmöglichkeiten der Australian Shepherds. Wer detaillierte Angaben möchte, der sollte sich in der Fachliteratur umschauen!


Für die Farbgebung des Australian Shepherds sind u.a. zwei Gen-Typen entscheidend:

Das Gen für die Farbe: Schwarz oder Rot (siehe Absatz 1)

Das Gen für das Muster : Merle oder Solid (siehe Absatz 2)

 

1.) Vereinfacht dargestellt läuft die Farbvererbung so ab: Jeder Australian Shepherd besitzt zwei Farbgene. Jedes kann unabhängig voneinander entweder schwarz oder rot sein. Jeder Welpe erbt von den Elterntieren aber nur jeweils eines von diesen Genen, wobei es reiner Zufall ist, welches von beiden vererbt wird. Somit hat der Welpe dann auch wieder zwei Farbgene. Hat nun ein Elterntier beide Gene schwarz, dann kann natürlich auch nur ein schwarzes Gen vererbt werden. Sind beide rot, so wird auf jeden Fall rot vererbt. Sind aber zwei unterschiedliche Gene vorhanden, dann kann entweder rot oder schwarz vererbt werden. Daraus ergeben sich nun folgende Möglichkeiten:           

a) Beide Elterntiere vererben ein schwarzes Gen:
Der Welpe besitzt zwei schwarze Gene und wird daher schwarz.

b) Beide Elterntiere vererben ein rotes Gen:
Der Welpe besitzt zwei rote Gene und wird daher rot.

c) Ein Elterntier vererbt ein schwarzes Gen und ein Elterntier ein rotes:
Der Welpe besitzt ein schwarzes und ein rotes Gen. Da das schwarze Gen grundsätzlich über das rote dominiert, wird der Welpe schwarz. Er trägt aber auch das rote Gen und kann es daher auch weiter vererben. Diesen Typ bezeichnet man als „Red Factored“ (Rotträger). Kreuzt man zwei solche Hunde miteinander, so können auch rote Nachfahren entstehen, obwohl beide Elterntiere schwarz sind.
 

2.) Ähnlich wie bei den Farbgenen verhält es sich bei den Mustergenen. Hier wird auch von jedem Elterntier ein Gen vererbt: Merle oder Solid.

a) Beide Elterntiere vererben ein Solid-Gen:
Der Welpe besitzt zwei Solid-Gene und wird daher auch ein Solid.

b) Ein Elterntier vererbt das Solid-Gen und ein Elterntier das Merle-Gen:
Der Welpe besitzt ein Solid-Gen und ein Merle-Gen. Da das Merle-Gen grundsätzlich über das Solid-Gen dominiert, wird der Welpe ein Merle. Er kann das Solid-Gen aber weitervererben, weil er es auch besitzt.

c) Beide Elterntiere vererben das Merle-Gen:
Der Welpe besitzt zwei Merle-Gene. Diese Zusammenstellung ist ein Sonderfall, weil die Verbindung von zwei Merle-Genen beim Australian Shepherd häufig mit schweren gesundheitlichen Schäden verbunden sind, u.a. Blindheit und Taubheit. Sie sind auch häufig stark Fehlfarben (meist fast ganz Weiß) und oft nicht lebensfähig. Die Zucht solcher Welpen muß auf jeden Fall verhindert werden und ist in Deutschland auch verboten. Daher darf ein Merle nur mit einem Solid gekreuzt werden. Somit kann der Welpe nur maximal ein Merle-Gen erben.
 

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